Dual-Process · Architekturentwurf · Stand 11. Oktober 2026

System 1 vor System 2

Ein schnelles, kalibrierbares Entscheidungsmodell (Jev) beantwortet, was sich entscheiden lässt. Das große Sprachmodell bekommt nur, was Begründung braucht. Dieser Entwurf zeigt die Naht dazwischen am Beispiel des MZP.

Kurzfassung

Eine Fassade

Der Produktkern fragt einen Port. Dahinter steht eine Eskalationskette aus Regeln, Jev und LLM. Die Kette zeigt die Reihenfolge, nicht Aufrufe zwischen den Bausteinen: Die Fassade entscheidet nach jedem Schritt anhand von τ, und jeder Baustein lässt sich austauschen, ohne den Kern anzufassen.

Eine Naht

Die Konfidenzschwelle τ entscheidet, ob der Code handelt, nachfragt oder eskaliert, nicht die Aufgabenklasse.

Ein Lernpfad

Jedes Urteil wird protokolliert und wird zum Datensatz für die Kalibrierung und für den Wechsel in Regeln.

Ebene 1: die Fassade

Erst der Soll-Zustand mit Fassade, darunter der Ist-Zustand ohne. Die Regel „Kern kennt keinen Adapter“ ist im Diagramm hinterlegt und wird geprüft; im Ist-Zustand schlägt sie an.

Ebene 2: was wandert wohin

Vier Aufgabenklassen des MZP sind Kandidaten für Stufe 1. Nur die Klassifizierung existiert im Code, sie ist seit dem 4. September 2026 ausgeschaltet. Die anderen drei sind Vorschläge. „Erklären und Schreiben“ geschieht beim aufrufenden Agenten und nicht im MZP; es steht als Gegenstück da, damit die Grenze sichtbar ist.

Ebene 3: ein Aufruf im Detail

Die Laufzeitsicht aus dem Jev-Bericht ist die Detailebene des Jev-Bausteins (Doppelklick auf „Jev“ in Ebene 1).

Was es spart, und was nicht belegt ist

GrößeUnabhängig gemessenHersteller
Tempovon langsamer (0,5× bis 0,65×) über gleichauf (1,04×) bis rund 18×; Beispiele 9,9× und 12,1×Mittel 97,8×, Spitze 193,6× (ein Aufbau)
Kostentypisch 4× bis 30×, Median 18,6× über 19 LLMs; in Einzelfällen teurerMittel 149,2×, Spitze 444,6× (ein Aufbau)
Genauigkeitin 14 von 15 Aufgaben hinter dem besten LLM, Median −11,6 Makro-F167,8 % gegen 67,9 % für GPT-5.6 Terra, Opus 5 liegt bei 73,1 % (vier eigene Workflows)
Konfidenzbei 1,00 meist richtig (97,1 % bei 1.516 Fällen); in der Mitte überoptimistisch (angegeben 0,81, tatsächlich 53 %)Kalibrierfehler 0,002 bis 0,047 (japanischer Benchmark)

Quelle: Recherche Das Gehirn der ersten Ebene vom 6. Oktober 2026. Für den MZP selbst gibt es keine gemessenen Volumen, deshalb steht hier kein Eurobetrag.

Auflagen

Was dieser Entwurf nicht sagt