Für einen Tast-Export müssen die Knotenbeschriftungen in Braille umgesetzt werden. Im Deutschen gibt es drei Stufen. Die folgenden Wörter sind echte Übersetzungen mit liblouis und den Tabellen de-de-g0, de-de-g1 und de-de-g2. Die Punkte darunter zeigen, was die Finger tatsächlich ertasten.
Ein Buchstabe ergibt eine Zelle. Dafür reicht eine Zeichentabelle mit rund 60 Einträgen in Java, ohne Abhängigkeit.
Basisschrift plus etwa ein Dutzend Lautgruppen (ch, st, ie, au, ei, sch …) als eigene Zellen. Das ist noch selbst baubar, hat aber Regeln, zum Beispiel an Silbengrenzen.
Hunderte Kürzungen für Silben, Vor- und Nachsilben und ganze Wörter (nicht → n). Die Regeln hängen vom Kontext ab, praktisch geht das nur mit liblouis.
Rechts stehen die Zahl der Zellen und die ungefähre Breite auf Schwellpapier, gerechnet mit rund 6 mm je Zelle. Bei einem Diagrammknoten ist das der Platz, den die Beschriftung braucht.
| Weg | Aufwand im MZP | Abhängigkeit | Haken |
|---|---|---|---|
| Basisschrift | Zeichentabelle als Java-Klasse und ein Test je Buchstabe | keine | Lange Wörter brauchen viel Platz. Geübte Leser lesen sie langsamer als Kurzschrift. |
| Vollschrift | Tabelle plus Lautgruppen-Regeln, selbst geschrieben | keine | Bei falschen Regeln an Silbengrenzen entsteht stilles Falsch-Braille, und ohne Braille-Kundige fällt das niemandem auf. |
| Kurzschrift | liblouis anbinden: JNA/JNI auf die C-Bibliothek, Sidecar im Container oder das WASM-Build in Node | liblouis (LGPL), nativ oder als Prozess | Neue Laufzeit-Abhängigkeit im Container, gegen „keine neuen Abhängigkeiten“ in AGENTS.md. |
liblouis-build mit liblouis 3.2.0 (2017). Aktuell ist 3.39, und die Kurzschrift-Regeln wurden seitdem überarbeitet. Einzelne Kurzschrift-Zellen können also heute anders aussehen. Eine Braille-kundige Person hat das nicht geprüft. Die Seite soll den Unterschied anschaulich machen und ist keine Referenz.