Zweierpotenz-Dreieck

C(n,k) = |2·L − 1·R|, Apex = [1, 2] (Familie v3, algo-0072)

Ausgangspunkt war Anti-Pascal (IMO 2018/3): jeder Eintrag ist der Betrag der Differenz der beiden Eltern, |L − R|. Hier wird die linke Seite zusätzlich verdoppelt: |2L − R|. Für den einfachsten Apex [1] lässt sich das exakt lösen — jeder Eintrag ist entweder 0 oder eine Zweierpotenz 2^k, und zwar genau dort ungleich Null, wo der binomische Koeffizient ungerade ist (klassisches Sierpinski-Muster mod 2). Für den breiteren Apex [1, 2] unten hält dieselbe Eigenschaft — jede Zahl im Dreieck ist 0 oder eine Zweierpotenz —, obwohl das Bild (die Nullstellen-Menge) ein anderes ist als beim Apex [1].

Satz (Apex [s], ein einzelner Wert). T(n,k) = s · 2^k falls C(n,k) ungerade ist, sonst 0.

Beweis. Induktion über n. Schreibe T(n-1,j) = s·2^j·p(n-1,j) mit p(m,j) := C(m,j) mod 2 ∈ {0,1}. Dann T(n,k) = |2·T(n-1,k-1) − T(n-1,k)| = |2·s·2^(k-1)·p(n-1,k-1) − s·2^k·p(n-1,k)| = s·2^k·|p(n-1,k-1) − p(n-1,k)|. Für Werte in {0,1} ist |x − y| = x XOR y, und weil (a+b) mod 2 = (a mod 2) XOR (b mod 2) für beliebige ganze Zahlen a, b gilt, ist p(n-1,k-1) XOR p(n-1,k) = p(n,k) — exakt dieselbe Rekursion wie C(n,k) = C(n-1,k-1) + C(n-1,k) mod 2. Induktionsanfang: T(0,0) = s = s·2^0·p(0,0). ∎

Für den zusammengesetzten Apex [1, 2] unten ist dieser Beweis nicht direkt anwendbar (Apex-Zeile ist keine einzelne Zahl) — die Zweierpotenz-Eigenschaft ist hier empirisch geprüft (24 Zeilen, Alphabet vollständig {0, 2^k}), nicht bewiesen. Ein Gegen-Experiment mit Apex [3, 1] zeigt, dass die Eigenschaft nicht für jeden Apex gilt (dort tauchen Werte wie 3, 5, 6, 12 auf) — sie hängt vom genauen Verhältnis der Apex-Werte ab.

Das Dreieck (Zellfarbe = log₂ des Werts)

Erkannte Fakten