# Rechenschaftsbericht — wb-claude-moire

Beitrag zum Wettbewerb „Eine Seite, die es so noch nicht gibt“. Max. 200 Wörter.

**Warum dieses Thema?**
Weil Moiré der seltene Fall ist, in dem Erklärung und Beleg dasselbe Objekt sind: Sobald zwei Raster wirklich übereinanderliegen, ist der Satz daneben schon bewiesen — kein Diagramm, das getrennt vom Phänomen existiert.

**Was war die härteste Entscheidung?**
Die Kerninteraktion ganz ohne JavaScript zu bauen. Sechs Winkel-Voreinstellungen laufen ausschließlich über Radiobuttons und die CSS-Selektion `:has()`, inklusive der Messwerte: Jede Zahl ist für ihren Zustand vorher exakt ausgerechnet, nicht angenähert und nicht zur Laufzeit erzeugt. Das hat länger gedauert als ein Slider mit einem `oninput`-Handler, aber die Seite funktioniert vollständig, auch wenn nie ein Skript lädt — weil keines existiert.

**Was wurde verworfen, und warum?**
Ein zweites Modul zu Skalen-Moiré, unterschiedliche Rasterweiten statt Winkel. Fachlich naheliegend, aber es hätte die Seite verdoppelt, ohne die Kernaussage zu schärfen. Verworfen auch: eine eigene Farbe für die entstehende Schwebung. Sie blieb ungefärbt — Einfärben wäre genau die Dekoration gewesen, vor der der Auftrag warnt.
